Hochfunktionale Dissoziation

Hochfunktionale Dissoziation

Du funktionierst — und fühlst dich trotzdem abgeschnitten

Nach außen läuft alles: Arbeit, Termine, Gespräche. Innerlich stehst du hinter einer Scheibe und beobachtest dein Leben, statt es zu leben. Im Erstgespräch ordnen wir gemeinsam ein, was bei dir passiert und was dir tatsächlich helfen würde.

★ 4,9 · 28 Google-Bewertungen 60 Minuten · 120 € Deutschlandweit online oder vor Ort in Gera Nächster freier Termin: morgen 09:00 Uhr Keine Verpflichtung zu Folgeterminen

Martin Heisig · Psychologe M.Sc. · Systemischer Therapeut · Heilpraktiker für Psychotherapie · Mitglied im BDP und in der DGSF

Martin Heisig

Kennst du das?

  • Du erledigst deinen Tag zuverlässig und kannst dich abends kaum daran erinnern
  • Gespräche laufen wie hinter einer Scheibe: Du antwortest passend, bist aber nicht wirklich da
  • Du weißt, dass ein Moment schön ist, und spürst es trotzdem nicht
  • Andere halten dich für ruhig und belastbar, während du dich innerlich abwesend fühlst
  • Du kommst irgendwo an und weißt nicht mehr, wie du dorthin gekommen bist
  • Gefühle erreichen dich zeitversetzt oder gar nicht
  • Der wiederkehrende Gedanke: „Mir ist doch nichts Schlimmes passiert, warum ist das so?“

Diese Erfahrungen haben häufig einen gemeinsamen Kern: ein Nervensystem, das Abstand herstellt, damit du weiter funktionieren kannst.

Warum es gerade Menschen trifft, bei denen alles läuft

Dissoziation gilt vielen als etwas Dramatisches: als Gedächtnislücken oder als Zustand, in dem jemand sichtbar „weg“ ist. Die häufigste Form sieht anders aus. Sie ist unauffällig, alltagstauglich und fällt von außen niemandem auf.

Wer über Jahre viel Verantwortung trägt, hohe Ansprüche erfüllt oder in einem Umfeld groß geworden ist, in dem Gefühle wenig Platz hatten, entwickelt oft genau diese Strategie: Die Wahrnehmung wird leiser gedreht, damit die Leistung stabil bleibt. Das funktioniert erstaunlich lange. Deshalb suchen die meisten erst dann Unterstützung, wenn die Distanz zu sich selbst unerträglich wird.

Wenn es nach dem Kiffen angefangen hat

Ein Teil der Menschen, die mit Cannabis aufhören, erlebt genau danach zum ersten Mal Unwirklichkeitsgefühle: Die Welt wirkt flach, der eigene Körper fremd, Gedanken kommen wie aus der Ferne. Oft begleitet von Angst, Schlafproblemen und der Sorge, den Verstand zu verlieren.

Das ist häufiger, als es besprochen wird, und es ist keine dauerhafte Schädigung. Ein Nervensystem, das über längere Zeit chemisch gedämpft war, reguliert sich neu, und in dieser Phase reagiert es überempfindlich. Der wichtigste Schritt bleibt der Verzicht, weil erneuter Konsum den Zustand meist verstärkt.

Wenn die Gefühle nach Wochen anhalten, dich in Panik versetzen oder deinen Alltag einschränken, lohnt sich eine fachliche Einordnung. Oft nimmt allein das Verstehen dem Zustand einen großen Teil seines Schreckens.

Kurzer Selbstcheck

Wie ausgeprägt sind dissoziative Erfahrungen bei dir?

Schön, dass du hier bist. Ich bin Martin Heisig, Psychologe — und das hier ist ein kurzer Selbstcheck: acht Fragen, etwa zwei Minuten. Deine Antworten bleiben in deinem Browser, ich sehe sie nicht.

Er stellt keine Diagnose. Er hilft nur einzuordnen, wie ausgeprägt das gerade ist.

Dissoziative Erfahrungen im Alltag

Die folgenden Aussagen beziehen sich auf die letzten Wochen. Wie oft trifft das auf dich zu?

1. Ich erledige alltägliche Dinge und kann mich hinterher kaum daran erinnern (Weg zur Arbeit, Gespräche, Handgriffe).

2. Ich habe das Gefühl, mein Leben eher zu beobachten, als es zu leben.

3. Meine Umgebung wirkt manchmal unwirklich, wie hinter einer Scheibe oder wie eine Kulisse.

4. Mein Körper fühlt sich fremd an oder gehört sich nicht ganz zu mir.

5. Ich weiß, dass ein Moment schön oder schlimm ist, spüre es aber nicht.

6. In belastenden Situationen werde ich innerlich leer oder taub, statt aufgewühlt zu sein.

7. Andere halten mich für ruhig und belastbar, während ich innerlich abwesend bin.

8. Ich verliere Zeit: Es vergehen Minuten oder Stunden, für die mir die Erinnerung fehlt.

Dieser Kurz-Check ist kein Diagnoseinstrument und ersetzt kein persönliches Gespräch. Er orientiert sich an den in der Dissoziationsforschung etablierten Dimensionen Absorption, Depersonalisation, Derealisation und Amnesie, ist aber kein validierter Test. Deine Antworten verlassen deinen Browser nicht. Für die Statistik wird nur gezählt, dass jemand den Check abgeschlossen hat – ohne Angaben zu dir und ohne deine Antworten.

Was sich verändern kann

Woran würdest du merken, dass der Abstand kleiner wird?

Meistens sind es unspektakuläre Dinge: dass man beim Frühstück schmeckt, was man isst. Dass man in einer Besprechung etwas sagt, statt es sich nur zu denken. Dass einem abends einfällt, was am Vormittag war.

Die meisten, die deswegen ein Gespräch suchen, funktionieren im Alltag. Sie arbeiten, führen Beziehungen, erfüllen ihre Aufgaben. Genau das ist der Grund, warum sie so lange warten. Es braucht keinen Zusammenbruch, damit ein Gespräch berechtigt ist.

Möglicher Ablauf

  • Termin auswählen. Im Buchungskalender siehst du die verfügbaren Termine, in der Praxis in Gera oder online.
  • Kurze Angaben zum Anliegen. Vor dem Termin beantwortest du einige kurze Fragen. Eine ausführliche Lebensgeschichte oder eine fertige Diagnose brauchst du nicht.
  • Erstgespräch. 60 Minuten für deine Situation, deine Fragen und eine erste fachliche Einordnung: Was passiert bei dir, und wovor schützt dich dein System?
  • Empfehlung. Am Ende besprechen wir, ob und in welcher Form weitere Gespräche sinnvoll sind.

Kosten

LeistungDauerPreis
Erstgespräch oder Einzelsitzung60 Minuten120 €

Die Termine werden privat in Rechnung gestellt. Perspektra rechnet nicht mit gesetzlichen Krankenkassen ab. Mit der Buchung eines Erstgesprächs verpflichtest du dich zu nichts Weiterem, jeder Termin wird einzeln vereinbart und abgerechnet.

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Mailserie

Fünf Mails, die einordnen statt beruhigen

Über gut zwei Wochen bekommst du fünf Mails. Sie erklären nicht nur, sie stellen Fragen — danach, wann du am ehesten da warst, wovor das Abschalten dich schützt und woran du merken würdest, dass sich etwas ändert.

Kein Newsletter, keine Werbung. Fünf Mails über zwei Wochen, dann eine letzte Frage sechs Wochen später. Abmelden geht mit einem Klick in jeder Mail. Du musst dafür keinen Termin machen und nichts bezahlen.

Gut geeignet, wenn du

  • im Alltag grundsätzlich handlungsfähig bist
  • dich seit Längerem abgeschnitten oder unecht fühlst
  • verstehen willst, was hinter dem Zustand steckt
  • bereit bist, zwischen den Terminen eigene Schritte auszuprobieren
  • eine privat finanzierte Unterstützung suchst
  • Wert auf eine klare, ehrliche Einordnung legst

Eine andere Versorgung passt besser bei

  • akuter Selbst- oder Fremdgefährdung
  • akuter Psychose oder Manie
  • schwerer Suchterkrankung
  • Bedarf an stationärer oder engmaschiger psychiatrischer Behandlung
  • ausschließlichem Wunsch nach kassenfinanzierter Richtlinienpsychotherapie
  • Bedarf an einem Gutachten oder einer formalen Diagnose für Behörden

Bei akuter Gefahr wende dich bitte unmittelbar an den Rettungsdienst (112) oder eine psychiatrische Notfallambulanz.

Martin Heisig

Wer mit dir arbeitet

Ich bin Martin Heisig, Psychologe M.Sc., Systemischer Therapeut und Heilpraktiker für Psychotherapie, Mitglied im BDP und in der DGSF. Auf meinem YouTube-Kanal spreche ich regelmäßig über Dissoziation. In der Praxis in Gera und online arbeite ich mit Menschen, die genau diese Erfahrung machen.

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Diese Seite dient der Orientierung und ersetzt keine Diagnose und keine medizinische Behandlung.